WUSSTEN SIE SCHON...?
Einige Hypothesen versuchen die sagenumwobenen großen Talayot-Bauten zu erklären, wie die so genannten Taules auf Menorca: Die Gewinnung der riesigen Steinblöcke, deren Transport und wie sie aufgestellt wurden.

Einige Hypothesen versuchen die sagenumwobenen großen Talayot-Bauten zu erklären, wie die so genannten Taules auf Menorca: Die Gewinnung der riesigen Steinblöcke, deren Transport und wie sie aufgestellt wurden.


Die menorquinischen Taules (Taulas) bestehen aus zwei großen Steinen: Ein senkrecht aufgestellter Pfeiler ruht auf dem Fels am Boden, während ein zweiter überkragender Stein auf diesem Pfeiler horizontal aufliegt und ein riesiges T bildet. In einigen Fällen kann der senkrechte Pfeiler oder Trägerstein eine Länge von mehr als vier Meter besitzen und (wie in Torralba del Pinar d’en Salord) sogar bis zu 5 Meter erreichen.

Um diese riesigen Steinblöcke zu erhalten, mussten die Erbauer einen Kalksteinfelsen auswählen, der eine ausreichende Festigkeit besaß und nicht brach. Der Block musste in einem Stück aus dem Steinbruch ausgebrochen werden. Dazu wurde der Fels geschnitten und der Block mithilfe von Holzkeilen gebrochen. Da sich das Holz durch die Kraft des Wassers ausdehnte, wurde der Felsblock aus dem Muttergestein ausgerissen. Anschließend musste der Fels nur geglättet werden, was sicherlich noch im Steinbruch durchgeführt wurde.

Die plausibelste Transportmethode (die bei vielen alten Kulturen zum Einsatz kam) ist wohl das Schleppen des auf Baumstämmen liegenden Steinblocks. Dazu könnten Menschen und die zur damaligen Zeit bereits zahlreich auf Menorca vorhandenen Zugtiere (Ochsen oder Pferde) die nötige Arbeitskraft geliefert haben.

Diese Technik könnte auch beim Auflegen des Kragsteins mithilfe einer Rampe verwendet worden sein. Jedoch hat diese Hypothese den Nachteil, dass hierfür eine recht lange Rampe erforderlich gewesen wäre, und nicht immer war die Umgebung für diese geeignet, da bereits vorhandene Bauten ein Hindernis darstellten. Daher ist es nicht absurd, an eine Art primitiven Kran zu denken, der auf Grundlage von Holzstämmen, Seilen und einem Gegengewichtmechanismus geeignet gewesen wäre (natürlich mit enormen Anstrengungen, großer Vorsicht und viel Zeit), den riesigen Kragstein anzuheben, im Gleichgewicht zu halten und ihn auf dem Stützpfeiler abzulegen.




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