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Wenn es einen besonderen Augenblick für den Hafen von Maó gab, dann war es das 18. Jahrhundert. In dieser Epoche war er ein strategisch wichtiger Punkt zur Kontrolle des Mittelmeers. Aus diesem Grund kämpften französische, englische und spanische Truppen unermüdlich um Menorca, und beherrschten die Insel auch nacheinander. Daher, sowie aufgrund ihres gut entwickelten Handels, erlebte die Insel im 18. Jahrhundert ein enormes Wachstum und kam zu unbestrittener Blüte. Diese Besichtigungstour durch die wichtigsten Festungen und Verteidigungsbauwerke von Maó zeugt davon.
Einige geschichtliche Daten
Die Geschichte Menorcas des 18. Jahrhunderts ist geprägt von verschiedenen Fremdherrschaften. Schon vor langer Zeit hatte sich Menorca, genauer gesagt der Hafen von Maó, zu einer der strategisch wichtigsten Enklaven des Mittelmeerraumes entwickelt. Während des Spanischen Erbfolgekrieges sandte Ludwig XIV. von Frankreich im Oktober 1705 Truppen nach Menorca um die bourbonische Garnison auf der Burg Sant Felip zu verstärken. Drei Jahre später, im September 1708, eroberte der englische General Sir James Stanhope Menorca im Namen des Erzherzogs Karl von Österreich. Die Engländer hingegen zeigten sich nicht geneigt, eine so wichtige Position einfach aufzugeben und sie kämpften für ihr Recht auf die Herrschaft über die Insel, das ihnen im Frieden von Utrecht (1713) zugestanden wurde. Ab diesem Zeitpunkt ging Menorca in britischen Besitz über. Die Menorquiner behielten ihre katholische Religion und die alten Sonderprivilegien, die sogenannten Fueros (Menorca war dabei das einzige Territorium der ehemaligen Krone von Aragon, die diese behielt). So entgingen sie der sogenannten Nueva Planta (Dekrete für ein zentralistisches Spanien der Neuzeit) von Philipp V. von Spanien. Doch das Verhältnis zwischen Menorquinern und Briten war vor allem während der ersten Jahre gespannt. Es gab tiefgreifende kulturelle und religiöse Differenzen und zudem traten die Briten als Besatzungsmacht auf. Es mussten erst einige Jahre ins Land ziehen, bis sich ein gewisser Pragmatismus behaupten sollte, der ein Zusammenleben zwischen Insulanern und den Herrschern ermöglichte.
Die Monarchen Großbritanniens sollten offiziell die Herren von Menorca sein, bis die Insel mit den Verträgen von Versailles (1783) an Karl III. von Spanien überging. Davor hatten jedoch die Franzosen Menorca zu Beginn des Siebenjährigen Krieges militärisch besetzt, mussten die Insel jedoch den Briten zurückgeben, als der Pariser Frieden unterzeichnet wurde (1763). Fast zwei Jahrzehnte später, im August 1781, landete das spanische Heer unter dem Befehl des Herzogs von Crillon auf Menorca und nach einer langen Belagerung bezwang es die Burg Sant Felip (im Februar 1782). Die spanische Eroberung wurde offiziell für das folgende Jahr anerkannt, doch sollten die Briten noch ein drittes Mal im November 1798 zurückkehren. Jedoch sollte ihre Gegenwart diesmal von äußerst kurzer Dauer sein, zumal der Friede von Amiens besiegelt wurde und Menorca wieder in die Hände König Karls IV. von Spanien gelangte (1802). Dann, im Laufe des 18. Jh. war der Hafen von Maó bei den Hauptmächten jener Zeit sehr gefragt. Er war erstklassiger Militär- und Marinestützpunkt und wurde schließlich auch zu einem Handelshafen. In diesem Jahrhundert erfuhr Maó ein starkes städtisches Wachstum und wurde schließlich Sitz des Gouverneurs und der wichtigsten Gerichtshöfe der Insel.
Maó, es Castell, Sant Lluís, es Mercadal, Ciutadella
Länger als einen Tag
Information zu den öffentlichen
Verkehrsmitteln von Menorca:
- Autobuses Torres (Busunternehmen)
Tel.: (+34) 902 075 066.
www.e-torres.net
- Transporte Menorca, S.A. (Busunternehmen).
Tel.: (+34) 971 360 475.
www.tmsa.es
- Autos Fornells (Busunternehmen)
Fornells: Tel.: (+34) 686 93 92 46 /
696 92 58 08.
Es Mercadal: Tel.: (+34) 971 154 390.
www.autosfornells.com
1: 39.865150,4.305953
2: 39.863569,4.301361
3: 39.879565,4.29089
4: 39.849074,4.258176
5: 39.886492,4.287328
6: 39.889958,4.264144
7: 39.911142,4.287831
8: 40.061448,4.130557
9: 39.988417,4.090797
10: 39.980475,3.831589
Maó | Es Castell | Sant Lluís | Es Mercadal | Ciutadella
Gin-Brennereien. Am Hafen von Maó kann man die Brennereien besichtigen, in denen der Gin Xoriguer hergestellt wird. Dieses Getränk ist vermutlich eine Hinterlassenschaft der Briten.
Der Hafen von Maó. Vom Hafen von Maó legen kleine Boote ab, mit denen man die Hafenumgebung erkunden und sich dabei auf die Spuren begeben kann, die die verschiedenen Fremdherrschaften hier im 18. Jh. hinterlassen haben.
Richard Kane