PHILIPPE STARCK
Philippe Starck ist einer der bedeutendsten Designer der vergangenen vier Jahrzehnte. Zu Formentera unterhält er eine enge Beziehung, da er hier, in Cap de Barbaria, ein von ihm selbst entworfenes und 1995 erbautes Haus sein Eigen nennt. Durch seine starke Einbindung in das Inselleben hat er Ideen entwickelt, die auf den Schutz der Umwelt auf der Insel ausgerichtet sind (so zum Beispiel die Einführung von Elektrofahrzeugen), und er setzt sich dafür ein, dass von Formentera aus Initiativen durchgeführt werden, die weltweit richtungweisend sind.
Das Design und die Entwürfe von Philippe Starck umfassen eine heterogene Vielfalt: Korkenzieher, Stühle, Fruchtpressen, Motorräder, Autos, Boote, Häuser, Restaurants, Hotels, Gefäße… Alles, was eine gewisse Ästhetik besitzen kann, fällt in den Bereich seiner kreativen Möglichkeiten. Die Neuinterpretation eines jeden vergangenen (älteren oder jüngeren) Stils gehört zu seiner Arbeitsgrundlage. Die moderne Tradition hat ihn gelehrt, die notwendige Funktionalität des Designs nicht zu vergessen, sie jedoch mit der Neuerschaffung von Formen, Texturen und Farben zu vereinbaren. Gemäß seinen eigenen Worten ist sein einziger alleiniger Stil die Freiheit, einen Gegenstand zu erschaffen, wo, wie und wofür er will.
Philippe Starck begann seine Studien an der Ecole Nissim de Camondo in Paris. 1968 gründete er seine erste Firma für die Herstellung von aufblasbaren Gegenständen. 1969 wurde er künstlerischer Direktor der Firma Cardin. Mitte der 1970er Jahre ließ er sich in den USA nieder, und 1979 gründete er das Unternehmen ‚Starck Product’. 1980 erhielt er seine erste Auszeichnung. Zwischen 1983 und 1985 leitete er die Arbeiten zur Erneuerung des Privatbereichs vom ‚Palais de l'Elysée’ in Paris. 1985 wurde er zum ‚Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres’ von Frankreich ernannt, seine Liste an Preisen und Auszeichnungen in Anerkennung seiner Arbeit ist jedoch noch weitaus länger.
In den 1980ern entwarf er unter anderem die Inneneinrichtung vom ‚Café Costes’ (Paris), vom ‚Restaurant Theatron’ (Mexiko) sowie vom Restaurant ‚Manin’ (Tokio). In den 1990er Jahren war er für den Entwurf der ‚Boutique Hugo Boss’ (Paris), des ‚Hotel Partamont’ (New York), des ‚Groningen Museum’ in Holland (zusammen mit Alessandro Mandini), des ‚Hotel Delano’ (Miami) und des ‚Formentera House’ (seinem Wohnsitz auf der Insel) verantwortlich. 1997 entwarf er auch den Kontrollturm in Bordeaux (Frankreich) sowie die ‚École National des Arts Décoratifs’ in Paris. Im Jahr 2000 entstanden das ‚Hotel Sanderson’ (London), das ‚Hotel Hudson’ (New York) und das ‚Hotel Clift’ (San Francisco) nach seinen Vorgaben.